Q&A: An alle Theisten, Atheisten und Sonstige: ist das nicht nur eine Frage der Perspektive?

Frage von zweiholz: An alle Theisten, Atheisten und Sonstige: ist das nicht nur eine Frage der Perspektive?
Kann es nicht sein, dass all diese Ansichten dasselbe nur aus einer unterschiedlichen Perspektive sehen? So wie wir einen Gegenstand nicht von oben und unten, vorne und hinten, rechts und links gleichzeitig sehen können, kann unser Geist vielleicht die ganze Wirklichkeit auch nicht in ihrer Totalität begreifen?

Hierzu ein paar Streiflichter:

aus dem Christentum:
(im Original wahrscheinlich eher auf das menschliche Zusammenleben bezogen, aber vielleicht auch erkenntnistheoretisch zu interpretieren)
‘Richte nicht, auf dass du nicht gerichtet wirst; denn du siehst zwar den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen siehst du nicht!’
Wer ein endgültiges Urteil fällt, der verliert seine Urteilskraft; zwar ist möglich, Fehler woanders zu sehen, aber es gibt Schranken des eigenen Geistes, die der eigene Geist nicht erkennen kann.

Aus der Mathematik:
Der Gödelsche Unvollständigkeitssatz besagt:
Jedes hinreichend mächtige formale System ist entweder widersprüchlich oder unvollständig.
Das bedeutet auch, dass jedes hinreichend mächtige vollständige formale System widersprüchlich ist.
Auch die Überlegungen der Logik und Mathematik geben kein Beispiel für ein widerspruchsfreies, umfassendes System.

Buddhistisch inspiriert und vielleicht noch eine Ebene weiterführend:
Es ist weder wahr noch falsch, weder beides noch keins von beidem.

Viele Mystiker haben gesagt, die wahre Wirklichkeit läßt sich nicht durch Worte fassen, da sie jenseits der sprachlichen Logik liegt.

Was meint ihr?
Ich denke halt, dass die Aussage, diese Ansichten können doch nicht gleichzeitig wahr sein der Sache vielleicht nicht gerecht wird!

Beste Antwort:

Answer by lysop_04
^was besaqt er denn ^^
lass doch jeden qlauben oder nicht qlauben.. is doch eiqentlich eqal o.o

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17 Kommentare bisher

  1. die.doppelmoralisten am 25.01.2012

    Schau mal in die Bibel wenn Du Mut Hast,

    Der Prophet Hesekiel,

    aber verschluck Dich nicht.

  2. @lex ... am 25.01.2012

    ATHEISMUS GIBT ES NICHT!!!!!!!!!!!!!

  3. paradox am 25.01.2012

    Ja und nein. Zunächst mal musst du ganz an den Anfang zurückgehen, Sein und Bewusstsein. Was war zuerst da und hier stehen Gläubige und Ungläubige naturgemäß gegeneinander.
    Natürlich ist die Sichtweise ausnahmslos subjektiv und perspektivisch und vor allem eine Folge von Erziehung. Denn zunächst mal wird jeder Mensch als Atheist geboren, es gibt keine christlichen, muslimischen Kinder, genauso wenig, wie agnostische Kinder oder vielleicht marxistische Kinder oder so. Es gibt Kinder christlicher Eltern, aber das ist was anderes.
    Der entscheidende Unterschied in der Sichtweise ist aber die Bereitschaft, eigene Denk- und Sichtweisen über den Haufen zu werfen, wenn ich feststellen muss, dass sie falsch sind. Wenn mir also jemand die Existenz eines Gottes beweisen könnte und zwar konkret und eindeutig, dann müsste ich das akzeptieren. Einem Gläubigen wäre der Gegenbeweis, wenn es einen gäbe aber völlig egal, er würde weiterglauben.

  4. tobsy am 25.01.2012

    und was hat das mit dem infantilen christlichen bild eines personifizierten gottes zu tun, der nachdem er ein universum von unvorstellbarer komplexitaet erschaffen hat nix besseres zu tun hat, als sich drum zu kuemmern, welche der wanzen auf einem drittklassigen planeten nahe einer viertklassigen sonne am aeussersten rand einer bedeutungslosen galaxie mit welcher anderen wanze sex hat???
    du kannst den begriff ‘gott’ natuerlich immer so sachwammig machen, dass er alles erfasst (das ‘unbekannte’). nur ist er als begriff dann halt wertlos.
    das problem ist ja nicht, dass atheisten an die unfehlbarkeit der wissenschaft glauben. ganz im gegenteil, weil sie um die fehlbarkeit wissen, wollen sie eben nicht jede beliebige behauptung glauben.
    wissenschaftliches denken macht bewusster und erlaubt eine groessere wahrnehmung als religioeses gelabere
    und in dieser groesse wird ein potentiell vorhandener gott dann halt so gigantisch, dass es fuer uns ohnehin sinnlos wird, uns ueber irgendwelcher seiner ‘eigenschaften’ gedanken zu machen. und damit schliesst sich das schwachsinnige bild, das die bibel zeichnet einfach aus.

  5. Die Wahrheit am 25.01.2012

    Ein direktes erleben im heiligen Geist, kann schlecht eine Sichtweise der Perspektive sein.

    Atheisten mögen es so hinstellen und es biologisch, psychisch erklären wollen, aber das ist kein Beweis der Perspektivenabhängigkeit.

    Entweder man Glaubt daran oder nicht, das sind die einzigen zwei Perspektiven die es gibt.

    *´¨)
    ¸.•´¸.•*´¨) ¸.•*¨)
    (¸.•´ (¸.•` Die Wahrheit•.¸¸.•

  6. trustinyourlife am 25.01.2012

    Teils teils würd ich sagen. Die anderer “perspektive” ist vielleicht einfach nur, dass nichtt-gläubige anders denken, als die Gläubigen.

    Aber eigentlich ist es nicht so, denn jeder hat eben seinen Glauben das hat nichts mit der Perspektive zu tun.

  7. sai am 25.01.2012

    Naja ganz so einfach wie das Sprichwort: “Alle Wege führen nach Rom.” is das aba ne…klar gibt es Parallelen aber das heißt noch lange nicht, dass wir alles in einen Topf hauen können, dann würden wir nämlich Eingeständnisse früher oder später machen und diese wären vielleicht gegen unser Gewissen!

  8. lordseagle am 25.01.2012

    Da ist was dran. Die menschliche Sichtweise ist immer nur ein Teilaspekt des Ganzen.
    Genau deswegen regt es mich auch auf, wenn Menschen den eigenen Verstand allen Ernstes für den absoluten Maßstab halten und alles leugnen, was über ihre Vorstellungskraft hinausgeht.

  9. marsmnsch am 25.01.2012

    Diese Ganze Gottes-Geschichte ist doch sowieso nur eine Sichtweise, da keiner genau sagen kann ob es ihn gibt oder nicht!

  10. Zigeunerlieschen am 25.01.2012

    Si, si, meine Rede – glaube sogar das ist einer der schönen Sinne des lebens (wenn´s sowas gibt) die Welt zu erfahren und erleben – und das geht halt nunmal nur aus beschränkten Blinkwinkeln heraus – glaube die Summe aller Blickwinkel käme dann der Wahrheit recht nahe…

  11. Jeany am 25.01.2012

    Ja, sicher gibt es viele Regeln, die für alle gelten.
    Aber es gibt auch so viele inhaltliche Unterschiede in den verschiedenen Glaubensrichtungen, dass es keine Einigung geben kann. Den Anspruch erhebe ich auch gar nicht, weil ich weiß, dass es einfach nicht möglich ist!
    Wenn wir uns aber alle dazu entschließen würden, den Nächsten zu lieben oder wenigstens zu respektieren und zu achten, wären wir schon sehr viel weiter.
    Manchmal hilft es, sich in den Anderen mal hineinzuversetzen.

  12. Wusel am 25.01.2012

    Eine einfache und ganz wunderbare Antwort finde ich bei Gotthold Ephraim Lessing. In “Nathan der Weise”, einem Schauspiel, das man dazu nicht unbedingt komplett gelesen haben muss, gibt es die so genannte “Ringparabel”. Die solltest Du unbedingt mal lesen:
    Vater hat einen Ring zu vererben. Will aber keinen seiner drei Söhne benachteiligen. Darum lässt er zwei Kopien anfertigen, die dem Original gleichen und gibt alle drei einzeln seinen Söhnen. Nun glaubt jeder der Söhne, er habe das einzig authentische Original … (Was daraus folgt, können wir jeden Tag im Fernsehen und der Tagesschau verfolgen).

  13. Lee am 25.01.2012

    Wenn das so ist, wie schoen fuer Dich, dann kannst Du Dir ja aussuchen was Du willst!

  14. whyskyhigh am 25.01.2012

    An alle Theisten, Atheisten und Sonstige: ist das nicht nur eine Frage der Perspektive?
    nein

    rot ist rot und blau ist blau

    Kann es nicht sein, dass all diese Ansichten dasselbe nur aus einer unterschiedlichen Perspektive sehen?

    nein

    So wie wir einen Gegenstand nicht von oben und unten, vorne und hinten, rechts und links gleichzeitig sehen können, kann unser Geist vielleicht die ganze Wirklichkeit auch nicht in ihrer Totalität begreifen?

    das stimmt
    aber das ist keine sichtweise.

    ein single versteht kein ehepaar.

    Hierzu ein paar Streiflichter:

    aus dem Christentum:
    (im Original wahrscheinlich eher auf das menschliche Zusammenleben bezogen, aber vielleicht auch erkenntnistheoretisch zu interpretieren)
    ‘Richte nicht, auf dass du nicht gerichtet wirst; denn du siehst zwar den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen siehst du nicht!’

    das ist anders gemeint.

    Wer ein endgültiges Urteil fällt, der verliert seine Urteilskraft; zwar ist möglich, Fehler woanders zu sehen, aber es gibt Schranken des eigenen Geistes, die der eigene Geist nicht erkennen kann.

    das ist auch falsch.

  15. Eric L am 25.01.2012

    Der Atheismus kennt nur einen beschränkten Teil der Realität. Er eignet sich nicht um fundierte Welterklärungen abzugeben. Die Vereinigung von übersinnlich/göttlichem und Naturwissenschaft ist erst in der Lage die Welt vollständig zu erfahren. Nur ein infantiler Intellekt beschränkt sich auf nur Religion oder nur Naturwissenschaft und schränkt somit sein Weltbild und Welterkennen ein. In Zukunft wird aber bestimmt Frieden herrschen zwischen den Lagern und dann können wir endlich diese Argumentationen zurück lassen und in der Evolution voranschreiten.

  16. zac am 25.01.2012

    Egal aus welcher Perspektive auch schauen mag, die Wahrheit bleibt wahr und die Unwahrheit bleibt unwahr. Die Wissenschaft bemüht sich die Wahrheit herauszufinden, während die Religion sich ganz bewusst davon entfernt.

    Natürlich ist gegenseitige Toleranz dabei unabdingbar. Schließlich darf niemand dazu gezwungen werden an die Wahrheit zu glauben.

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